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    Handmade Inspiration Selbstgenähtes Sonntagspost Uncategorized

    Alle lieben Selbstgenähtes!

    8. August 2016
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    Warum ist Nähen eigentlich wieder so beliebt?

    Vintage ist cool!

    Jahrzehnte lang konnten die meisten Frauen durch ihre hauswirtschaftliche Erziehung nähen, weil sie es über Generationen hinweg schlichtweg mussten und es zum damaligen Gesellschaftsbild gehörte: Die brave Hausfrau, die das Familienleben im Griff hatte und vor allem zumeist auch haben wollte. Ihr Métier war das Heim mit allem, was dazu gehörte. Stets wohlerzogen, bereits von Kindertagen an; stets nach außen gerichtet. Kleidung diente den Frauen seit Gedenken an zur Bekräftigung ihrer eigenen Schönheit und somit zur Selbstdarstellung ihrer selbst. Kleidung ist seither Statussymbol, Identifikationsmittel und Beifreiungsinstrument in einem und je nach Epoche wich die Nützlichkeit der Auffälligkeit mehr und mehr.

     

    HEUTE IN BERLIN
    Kreativer Freigeist und kostspielige Markenmacht
    treffen sich auf den bunten Straßen der Hauptstadt.

     

    Selbst genäht ist einzigartig! Handmade ist IN …

    Individualismus und Selbstfindung waren selten so wichtig für uns wie im 21. Jahrhundert. Das ständige Streben nach Selbstentfaltung und Anerkennung bestimmen das mobile Leben, ein zweites Leben in der digitalen Welt, das für manche von uns das eigentlich richtige Leben zu sein scheint. Egal wo und wie, wir werden überflutet von Bildern, Wörtern, Gerüchen und Tönen. Wir saugen sie förmlich auf und lassen uns frei wie der Wind davon beflügeln und inspirieren. Nie war unser Drang nach Kreativität so hoch wie heute. Das behaupte ich jetzt einfach mal 🙂

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    Eine kreative Umgebung für kreative Hobbies

    Sich eine solche zu erschaffen, macht mindestens genauso viel Spaß wie das Nähen selbst. Allein so ein cooler Raum ist es überhaupt Wert, ein kreatives Hobby auszuüben 😛 Man geht damit glatt als Künstler durch.

    Mein Arbeitszimmer ist mittlerweile mal ganz ehrlich gesprochen mehr ein Hobbyraum, in dem ich nebenbei arbeite, als ein Büro. Hier darf ich meine persönlichen und kreativen Bedürfnissen ausleben. Und ganz wichtig: Hier darf das Chaos auch mal liegenbleiben 🙂 Hier kann ich Wunder geschehen lassen – meine ganz eigenen kleinen Wunderlis.

     

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    Das Internet zeigt uns Menschen, die wiederum uns zeigen, wie es geht!

    Viele von uns haben das Nähen autodidaktisch und / oder mit Hilfe von Nähblogs und Nähvlogs gelernt. Und wenn wir fit genug sind und Lust darauf haben, dann geben wir unser Gelerntes und unsere Erfolge ebenfalls via Blog oder Vlog weiter. Wir sind Teil einer virtuellen Interessensgemeinschaft.

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    Wir lernen und machen es, weil wir es gern lernen und tun wollen und nicht, weil es von
    uns erwartet wird. Das ist einer der größten Unterschiede hinsichtlich der Vergangenheit.

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    Wir wünschen uns Sachen, die wir nicht kaufen können, weil …

    … es sie nicht zu kaufen gibt oder wir sie uns nicht leisten können. Wir machen uns sozusagen selbst eine Freude.

    Ich nähe vorrangig aufwändige Kleidung und Accessoires und lasse mich dabei von der Haute Couture inspirieren. Dabei denke ich mir eigene Schnitte aus und probiere gerne neue Materialien auch außerhalb der gewöhnlichen Textilregale aus.

    Etwas für unsere Liebsten nähen

    IMG_4186_sweetyDas liegt uns in den Genen, könnte man meinen. Die meisten Nähblogs sind Mamiblogs von fürsorglichen Mamas, die Sachen und Utensilien für ihre Kinder nähen. Das ist ein echtes Phänomen: Kaum wird eine Frau heute schwanger, beginnt sie zu nähen XD

    Es muss nicht perfekt sein, um uns ans Herz zu wachsen

    Die Liebe und Leidenschaft zum Nähen gehört wie bei jedem Hobby einfach dazu, um ein selbstgemachtes Stück zu einem Lieblingsstück werden zu lassen. „Handmade with love“ ist die Devise. Dabei probieren wir gern und furchtlos neue Dinge und Methoden aus, versuchen uns an neuen Stoffen, mit neuen Nadeln oder Stichen. Genau das Dazulernen und Rumprobieren ist es, was mich persönlich am glücklichsten macht. Wir  geben unserem Können eine Form, die auch für andere Menschen sichtbar ist. Dabei darf man gern auch sehen, dass es handmade ist.

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    Wir sind, was wir tun

    Handwerklich begabt und kreativ aktiv sein – damit bin ich als 90’er Jahre Kind aufgewachsen. Meine Mama war dabei mein Vorbild. Sie hat sich ständig etwas neues ausgedacht, das sie mit mir machen kann. Es gab so viele Möglichkeiten. Und bis heute macht sie alles allein und baut sich nach, was ihr gefällt.

    Nichts ist unmöglich, bevor du es nicht zumindest einmal ausprobiert hast.

     

     

     

     

     

     

    Ich bin mit Pippi aufgewachsen; wer eigentlich nicht!?

    Ich mach‘ mir die Welt
    Widdewidde wie sie mir gefällt ….

    (c) dpa – Bildfunk

    Und die Moral von der Geschicht‘,
    macht wonach euch ist!

    Achso, zuletzt noch eins:
    Was ich schade finde ist, dass …

    … die modernen Nähmaschinen im Vergleich zu früher so hässlich aussehen. Mal ganz ehrlich, wieso, liebe Hersteller? Früher hatten die Nahmaschinen Stil und Eleganz. Heute sind sie … ich finde gar keine Worte um das Aussehen von heute zu umschreiben. Kastig, weiß (meistens), Plastik, einfach nur hässlich, tut mir leid 🙁 Ist mir schon klar, dass auf Gewicht und Handhabung etc. geachtet wird, aber das geht doch bestimmt auch hübscher, oder? Ich persönlich nähe mit der Singer Quantum Stylist 9960, hier gefällt mir zumindest die geschwungene Form ganz gut. Was dann allerdings wieder diese komischen Wellen unten sollen, versteh ich nicht wirklich ^^‘

    vintage sewing machine